
Bei der Print Expo 2026 stellte sich niemand die Frage, ob die UV-Härtung mit den immer schnelleren Druckmaschinen Schritt halten kann. Die eigentliche Frage war einfacher – aber auch schwieriger: Kann die Leistung der UV-Lampe Stunde für Stunde konstant bleiben, unabhängig vom verwendeten Substrat? Deshalb waren unsere maßgeschneiderten Ersatz-UV-Lammodulen für Primarc-Systeme sehr gefragt. Sie gewährleisten eine zuverlässige Spektrallieferung sowie eine stabile Spitzenintensität – schließlich sind genau diese beiden Faktoren entscheidend für die Härtegeschwindigkeit und die Haftfestigkeit der Oberfläche.
Was technisch wichtig ist:
Wir passen die Bogenlängen sowie die elektrischen Anschlüsse an die Anforderungen der Primarc-Systeme an. Zudem wird das Spektrum des Hochdruckquecksilberdampfs so abgestimmt, dass es zur Photoinitiator-Welle passt, die tatsächlich verwendet wird. Dadurch entsteht eine stabile Leistung in den Wellenlängenbereichen 365 nm, 385 nm und 405 nm. Die gemessene Spitzenintensität sowie die Energiedichte ermöglichen eine schnelle Härtung, ohne dass dünne Filme oder materialempfindliche Stoffe überhitzt werden. Die Form der Quarzkapsel sowie des Reflektors sorgt dafür, dass die Brennintensität über die gesamte Fläche konstant bleibt – es entstehen keine Hotspots in der Mitte.
Warum das in der Praxis von Vorteil ist:
Offset-, Flexo- und Siebdruckmaschinen belasten die UV-Systeme auf unterschiedliche Weise. Bei Offsetdruck ist eine hohe Intensität erforderlich, damit die Tinte auf den beschichteten Untergründen haftet. Bei Flexodruck ist eine tiefe Härtung der Filme ohne Beeinträchtigung der Oberfläche notwendig. Beim Siebdruck wiederum ist eine vollständige Härtung der Schicht ohne Luftblasen wichtig. Unsere Lammodule ermöglichen es Ihnen, die geeignete Wellenlänge sowie die Art des Reflektors pro Druckmaschine auszuwählen. Dadurch können Sie die Module ohne Umkonstruktion der gesamten UV-Anlage austauschen. Das Ergebnis sind weniger Fehlerprodukte, konstante Farben sowie eine vorhersehbare Produktionsgeschwindigkeit – genau das, was man in einer Live-Demo unter Zeitdruck benötigt.
Worauf man achten muss:
Es reicht nicht aus, die Lampe einfach mit dem Aufbau zu kombinieren. Man muss auch den Zustand des Reflektors sowie den Abstand zwischen Lampe und Substrat überprüfen – denn eine falsche Ausrichtung führt schneller zu einer geringeren Wirksamkeit der Lampe, als es die technischen Spezifikationen erkennen lassen. Zudem muss die Kompatibilität des Balasts sowie die Handhabung von Ozon geprüft werden – einige Konfigurationen erfordern einen betriebsfähigen Zustand ohne Ozon sowie eine spezielle Kühlung.
Wenn Sie die Lampen austauschen, verwenden Sie dazu einen Radiometer. Legen Sie zunächst die Ausgangsleistung fest und prüfen Sie anschließend, ob die neue Lampe dieselbe Energiedichte am Substrat erzeugt, bevor Sie mit der Produktion fortfahren.